19 Prozent sind kein Problem – mit Aktionswaren

01.01.2007

Mit abwechslungsreichen Sortimenten bestehende Kunden halten und neue Kunden gewinnen
5. Internationale Aktionswarenmesse setzt die Trends

Der gefürchtete Umsatzrückgang im Einzelhandel ist relativ gering ausgefallen. Die Konsumenten in Deutschland lassen sich nicht von der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent abschrecken. Und das ist gut für das Konsumklima. Trotzdem: mit vollen Händen geben die Deutschen das Geld dennoch nicht aus. Deutsche Verbraucher sind Schnäppchenjäger. Und das wiederum ist gut für das Geschäft mit Aktionswaren, wie Branchenkenner Ulrich Zimmermann, Geschäftsführer der Oldenburger Zimmermann GmbH erklärt: „Die Mehrwertsteuererhöhung stellt eine Sondersituation dar, die die Initialzündung für eine große Nachfrage nach günstigen und zugleich qualitativ hochwertigen Waren sein kann.“

Über Aktionswaren neue Käufer gewinnen und bestehende Kunden halten – mit dieser Strategie haben es Lebensmitteldiscounter geschafft, in einzelnen Non-Food-Branchen unter die Top 10 der Handelsunternehmen zu kommen. Die Nachfrage nach Aktionswaren hat sich aber in den vergangenen Jahren etwas verändert. Die Zeit der langen Schlangen vor den Discountern ist vorbei. Es zeigt sich, dass Verbraucher nicht früher aufstehen, nur um ein Sonderangebot zu ergattern. Dennoch können Aktionswaren ein erfolgreiches Marketinginstrument sein. Durch diese Schnäppchen-Mentalität ist beispielsweise Aldi zu einem großen Textil-Einzelhändler geworden. „Derzeit gehen den Discountern aber die Ideen aus“, meint Dr. Susanne Eichholz-Klein von der Kölner Handelsberatungsgesellschaft BBE. „Auf der anderen Seite gibt es Handelsunternehmen, die fast ausschließlich auf Aktionswaren setzen und damit einen sehr großen Erfolg haben“, zeigt die Beraterin die Chancen dieser Marketingmaßnahme auf.

Neue Ideen, die Wünsche der Kunden innovativ und erfolgreich zu bedienen, bietet die 5. Internationale Aktionswarenmesse IAW: 250 der größten Aussteller Europas aus diesem Bereich präsentieren hier ihre Angebote. Händler können hier komplette und abwechslungsreiche Sortimente ordern und so aktiv gegen das Wareneinerlei vorgehen und neue Kunden gewinnen. Die Produktpalette auf dem Kölner Messegelände reicht von Lebensmitteln über Sport- und Freizeitartikel, Schmuck, Spielzeug, Haushaltswaren, Bürobedarf, Elektronikartikel, Kleinmöbel, Textilien, Blumen und Gartenartikel bis hin zu Heimtierbedarf und Eisenwaren. Aber auch zahlreiche Dienstleistungen liegen weiterhin im Trend. Sehr aktuell und damit ein Schwerpunkt der kommenden IAW sind Leistungen wie Handyverträge, Reisen, Fahr- und Kreditkarten sowie Versicherungen. Aber auch Saisonartikel vom Sonnenschirm bis zur Weihnachtsdekoration bilden wie in jedem Jahr ein wichtiges Element. Die Bedeutung saisonaler Produkte nimmt sogar weiter zu: „Feiern wie Karneval oder Halloween werden in Deutschland immer stärker zelebriert“, weiß Dr. Eichholz-Klein von BBE. Ebenfalls stark im Kommen sei „alles, was mit Bio und Genuss zu tun hat“, beobachtet die Unternehmensberaterin.

Um den Fachbesuchern der Ausstellung noch näher zu sein, ziehe die Messe in diesem Jahr von Hannover nach Köln. „Viele unserer Fachbesucher kommen aus dem Raum Rhein-Ruhr und den Benelux-Ländern,“ begründet Pressesprecherin Marnie Metjengerdes die Entscheidung für den Umzug. Die IAW in Halle 6 des Kölner Messegeländes bietet großen und kleinen Händlern die Gelegenheit, die aktuellen Trends zu begutachten und neue Warengruppen auszuprobieren. Der neue Standort ist auch ein Anziehungspunkt für Aussteller, die bisher nicht auf dieser Messe vertreten waren. So bieten erstmals marktführende Unternehmen aus Spanien, Frankreich, Griechenland, und Polen ihre Produkte an. Detaillierte Informationen zur IAW 2007 finden Fachbesucher im Internet unter http://www.iaw-messe.de/. Und wer sich per Fax oder im Internet registriert, kann sich kostenlosen Eintritt sichern.

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